Verkaufen auf Amazon oder eBay? – Nutzt einfach beides!

Im vorangegangenen Beitrag habe ich Euch die 8 wesentlichen Unterschiede  zwischen Amazon und eBay vorgestellt. Im heutigen zweiten Teil werde ich Euch zeigen, warum beide Marktplätze ihre Berechtigung haben und wie man sie am besten nutzt.

1. Duales Listing auf Amazon und eBay

Es gibt Produkte, die sich sowohl bei Amazon als auch bei eBay verkaufen lassen. Hierunter fallen z.B. Handyzubehör, Computerzubehör, Bücher, Drogeriebedarf usw. Diese Produkte solltet ihr daher auch auf beiden Marktplätzen parallel anbieten. Je nach vorhandenen Stückzahl je Produkt kann man entscheiden, ob man den kompletten Warenbestand ins Amazon FBA Lager schickt und via FBA Multichannel Versand  auch die eBay Käufer beliefern lässt oder ob man den gedanklichen eBay Teil der Ware lieber selber lagert und auch selber an den Kunden schickt.

Werden auch die eBay Käufer aus dem Amazon FBA Lager bedient braucht man sich um Lagerung, Verpackung und Versand nicht mehr zu kümmern – was ich persönlich sehr charmant finde und in letzter Zeit immer mehr für meine Bücher und Brettspiele nutze (vorher solltet ihr natürlich Produktfotos machen, die ihr für das spätere eBay Listing benötigt).

Allerdings sollte man die „Langlieger-Gebühren“ im Amazon FBA Lager kennen und berücksichtigen. Bei meinen Büchern spielt letzteres momentan noch keine Rolle, da Produkte bei denen nur 1 Artikel vorrätig ist hiervon ausgenommen sind. (In den USA hat Amazon diese Ausnahme bereist wieder kassiert. Ab Februar 2017 fallen dann auch hierfür ggf. „Langlieger-Gebühren“ an.)

2. Verkauf von Kundenretouren auf eBay

Amazon vermarktet seine Kunderücksendungen, die nicht mehr als NEU verkaufbar sind über die sogenannten Warehouse-Deals. Soweit mir bekannt ist, kann jedoch kein anderer Verkäufer diesen Service nutzen. Theoretisch könnte ich meine Produkte auch als „bereits gebraucht“ auf Amazon verkaufen. Insbesondere dann, wenn das Produkt kleine Schönheitsfehler hat (Karton ist eingerissen, Kratzer, etc.) laufe ich jedoch Gefahr, dass die Amazon Käufer die Produktbeschreibung nicht lesen und den Artikel wegen diesem „Makel“ zurückschicken und mir zusätzlich noch negatives Feedback („der verkauft beschädigte Ware“) geben. Dann doch besser gleich eBay nutzen, auf Fotos und in der Beschreibung auf den „Makel“ hinweisen und auf die Schnäppchenjäger warten 😉 .

3. Verkauf von B-Ware auf eBay

Ähnlich wie Kundenretouren würde ich sogenannte B-Ware (Produkte mit mehr oder weniger kleinen Makeln) auch nur über eBay verkaufen. Denn fehlt z.B. die deutsche Bedienungsanleitung oder der passende Adapter/ Stecker, gibt’s in aller Regel eine Rücksendung und negatives Feedback – der typische Amazonkäufer möchte originalverpackte Neuware kaufen und ist nicht auf der Suche nach Schnäppchen wo er sich die passende Bedienungsanleitung er im Netz runterladen oder den passenden Adapter / Stecker erst bei eBay kaufen muss.

4. Produkteinschränkung auf Amazon? – Verkauf es auf eBay!

Einzelne Hersteller untersagen teileweise oder gar vollständig den Verkauf ihrer Produkte auf Amazon. Dies ist insbesondere dann kritisch, wenn ihr die Produkte schon gekauft und im FBA Lager vorrätig habt. Ferner unterliegen bestimmte Produktkategorien (z.B. Kosmetika) einer aktiven Freigabe seitens Amazon. In all diesen Fällen solltet ihr versuchen diese Produkte via eBay zu verkaufen.

5. Typische eBay-Produkte

Was sind typische eBay Produkte? Alle Produkte die eine detaillierte (längere) Beschreibung sowie mehrere Produktfotos benötigen sollte man immer auf eBay und nicht auf Amazon verkaufen. Was sind das konkret für Produktgruppen / Produkte? Die Spanne reicht dabei von jeglicher Art von Antiquitäten oder Sammelobjekten bis hin zu vorgenannten Kundenretouren oder B-Ware. Selbst defekte Produkte lassen sich (z.B. zur Ersatzteilgewinnung) noch gewinnbringend auf eBay verkaufen.

Fazit

Amazon und eBay sprechen teilweise unterschiedliche Käufergruppen an. Natürlich gibt es Produkte die sowohl auf Amazon als auch auf eBay verkaufbar sind. Wenn gleich sich die Produkte via Amazon teilweise schneller verkaufen lassen, erhöht ein Duales Listing auf beiden Marktplätzen die Verkaufswahrscheinlichkeit und -geschwindigkeit entsprechend. Belässt man seine „typischen eBay Produkte“ dann auch auf eBay braucht man auf Amazon diesbezüglich auch kein schlechtes Kunden-Feedback fürchten

Wie nutzt Ihr eure Amazon und eBay Konten?

© 2016, Anton @ finanzielle-freiheit-passives-einkommen.eu All rights reserved.

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8 Comments

  1. Flitzi 14. Oktober 2016
    • Geldsack Geldsack 19. Oktober 2016
  2. Alex 28. Oktober 2016
    • trolla 24. August 2017
      • Geldsack Geldsack 11. September 2017
  3. Rico 7. November 2016
    • Geldsack Geldsack 15. November 2016
  4. Mehmed Saral 31. Mai 2017

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