Radfahren? Kann man auch im Winter!

Wie ihr aus einem früheren Blogbeitrag wisst, bin ich seit mehreren Jahren „Berufsradfahrer“ – mit anderen Worten ich fahre jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit und natürlich wieder nach Hause ;-). Der eine oder andere mag jetzt denken bei schönem lauen Frühlingswetter lass ich mir das ja noch gefallen aber bei Regen, Kälte oder gar Schneefall fahre ich doch kein Rad! Ich schon, denn dann macht es doch erst richtig Spaß … und wer einmal den inneren Schweinehund überwunden hat, hört mit Radfahren auch im Herbst und Winter nicht auf. 😉

Neben der „richtigen“ Einstellung kommt es natürlich auch auf die „richtige“ Ausrüstung an – denn bekanntlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung bzw. Ausrüstung. An dieser Stelle folgt daher der Einblick in meinem Kleiderschrank:

Wenn graue Nebel wallen …

Wenn es Herbst wird in Norddeutschland beginnt bei uns die Nebel- und Regenzeit. Die Temperaturen am frühen Morgen können auch schon mal knapp unter 10 Grad Celsius liegen. Sprich es wird frisch beim Radfahren. Also kurze Hosen und T-Shirt einpacken … und folgende Sachen auspacken:

Kopf: Regenschutz für den Fahrradhelm – am Besten in einer schönen Leuchtfarbe (*), denn ihr wollt ja auch gesehen werden, eine Mütze setze ich bei diesen Temperaturen noch nicht auf

Oberkörper: Pullover und Softshell Jacke oder T-Shirt, Fleecejacke und Regenjacke

Hände: Handschuhe trage ich noch keine, wer schnell kalte Finger bekommt sollte sich ein Paar dünne Handschuhe einpacken

Beine: Jeanshose und auf jeden Fall eine Regenhose; Bei den Regenhosen solltet ihr auf ein vernünftiges Preis- Leistungsverhältnis achten. Die „billigen“ Hosen vom Discounter haben bei mir nicht lange gehalten. Habe mich nach etwas Suchen (die teure Gore Bike Hose sollte es dann auch nicht sein) für ein mittelpreisiges Modell von Vaude entschieden Regenhose – auch diese gibt es (ihr ahnt es schon) in Neongrün (*) – es muss ja nicht immer Schwarz sein 😉

Füße: Halbschuhe aus Leder, bei richtigen „Sauwetter“ gerne auch Gummistiefel oder Fahrrad-Gamaschen (muss ich erwähnen des es diese auch in Neogrün gibt 😉 ); Wer keine Gummistiefel mag, sollte unbedingt über ein Paar Gamaschen nachdenken – denn es ist ganz schön bescheiden, wenn einem das Regenwasser an der Regenhose entlang von oben in die Schuhe läuft :-( .

Auch sein Rennrad sollte man jetzt in den Winterschlaf schicken bzw. im Wohnzimmer auf dem Rollentrainer aufbauen 😉 Es beginnt die Zeit der Treckingräder … doch auch diese sollten herbstlich geschmückt werden. Mit anderen Worten: die Fahrradbeleuchtung und die Schutzbleche bitte anstecken. Ferner bekommt mein Rad noch eine kleine Ölung (insbes. Kette und Zahnkränze).

Es geht auf den Winter zu …

Die Temperaturen am frühen Morgen sinken weiter, die Autofahrer müssen die Scheiben frei kratzen und beim Radfahren müssen uns bei Temperaturen um die Null Grad Celsius wärmer anziehen …

Kopf: ohne Mütze wird es unangenehm kalt unter dem Helm. Der Regenschutz hält zwar ein bisschen den Fahrtwind ab – warm wird es aber trotzdem nicht. Daher habe ich mir ziemlich schnell eine unter den Helm passende dünne Windstopper Mütze gekauft – hält angenehm warm ohne zu schwitzen

Oberkörper: über den Pullover ziehe ich jetzt eine Doppeljacke (Fleece + Hardshell)

Hände: Handschuhe – auf jeden Fall, denn mit kalten, klammen Fingern bremst es sich wirklich schlecht

Beine: unter die Jeanshose ziehe ich (an manchen Tagen) gerne auch eine lange Unterhose an, alternativ zieht man die Regenhose drüber – die hält den kalten Fahrtwind gut ab

Füße: Halbschuhe aus Leder mit dickeren Socken, auch hier kann man die Regen-Gamaschen noch zusätzlich drüber ziehen

Hurra es schneit …

… bei uns Gott sei Dank nicht so häufig – kalt wird es jedoch trotzdem. Die Temperaturen liegen am frühen Morgen bei minus 5 Grad Celsius und drunter …

Kopf: wie vor

Oberkörper: es ist Daunenjackenzeit egal ob mit oder ohne dicken Pulli drunter

Hände: Handschuhe – auch hier nur noch die gefütterte Version. Wenn es richtig kalt ist, gerne auch die guten alten Fäustlinge.

Beine: es geht doch nichts über eine schöne warme Skihose

Füße: ohne meine knöchel-hohen gefütterten Winterschuhe steige ich bei diesen Temperaturen nicht mehr aufs Rad

Sollte es tatsächlich geschneit haben, fahre ich auch gerne mal auf dem Fußweg. Hier ist es meistens geräumt oder wenigstens gestreut. Sollte sich Eis gebildet haben, fährt man (wo es geht) „über den Rasen“, da man im Schnee besseren Grip als auf Eis hat 😉

Gerade wenn das Fahrrad tagsüber draußen und nachts im warmen Keller steht, solltet ihr ab und zu an eine Ölung denken.

Fazit

Radfahren kann man bei jeden Wetter (zumindest als Flachlandtiroler – in den Bergen mag das anders aussehen). Man muss sich nur der Witterung entsprechend kleiden. Bis auf die Regenbekleidung hat man diese Klamotten ohnehin im Schrank hängen. Die zusätzlichen Ausgaben sollten sich also in Grenzen halten. Und wie gesagt, wenn man sich bzw. den berühmten inneren Schweinehund erst einmal überwunden hat, macht es richtig Spaß mit dem Rad durch den Schnee zu schlittern …

Fahrt ihr schon oder lauft ihr noch 😉 ?

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Foto: © Katharina Wieland Müller / pixelio.de

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4 Comments

  1. Rico 15. Dezember 2016
    • Geldsack Geldsack 17. Dezember 2016
  2. Katta 20. Dezember 2016
    • Geldsack Geldsack 22. Dezember 2016

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