Mein Girokonto Haushaltsbuch

In einem vergangenen Blogbetrag habe ich über meine „Depotlandschaft“ berichtet. Angelockt vom „Super Neukunden 3 Prozent aufs Tagesgeld Lockangebot“ habe ich bekanntlich Anfang des Jahres zunächst ein Depot nebst Verrechnungskonto bei Consors eröffnet. Nachdem mir die ganzen eBay Kleckerbeträge auf meinem Girokonto (neben den sonstigen Buchungen) zu unübersichtlich wurden, musste ein „eBay / Amazon Verkäufer Girokonto“ her. Bei der DiBa konnte ich kein zweites eröffnen – dann halt bei Consors – „kost ja nichts“ 😉 Zum anderen wollte ich den auf der Consors Seite beworbene „Finanzplaner“ (vulgo online Haushaltsbuch) testen und im heutigen Blogbeitrag vorstellen. Doch zunächst gibt es ein wenig Hintergrundwissen zum Thema Haushaltsbuch.

Haushaltsbuch

Der Begriff stammt aus noch aus Großmutters Zeiten. Die Dame des Hauses hatte die Aufgabe bzw. hatte es sich zur Aufgabe gemacht, in einem Oktav-Heftchen sämtliche Ausgaben des Haushalts (Miete, Lebensmittel, Kleidung, etc.) zu notieren, um nicht den Überblick über den Stand der Haushaltskasse zu verlieren. Ferner konnte man dadurch die eine oder andere „unnütze“ Ausgabe erkennen und so die Haushaltskasse schonen bzw. das knappe Geld in die richtigen Bahnen lenken.

Haushaltsbuch versus Haushaltsbudget

Was soll man denn nun zuerst tun? Erst ein (monatliches) Haushaltsbudget festlegen und anschließend die Einhaltung mit dem Haushaltsbuch überwachen? Oder erstmal für eine gewisse Zeit ein Haushaltsbuch führen, um dann sein (monatliches) Budget festzulegen? Ich denke hier haben wir wieder mal ein klassisches „Henne / Ei“ Problem. Egal wie, wichtig ist, dass man erstmal anfängt sich einen Überblick über seine laufenden Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen.

Persönlich habe ich mit der Aufstellung eines groben Monatsbudgets begonnen. Hierzu habe ich mir zunächst die monatlichen Abbuchungen und Daueraufträge vom Girokonto zur Hand genommen und diese entsprechend den folgenden Bereichen kategorisiert:

  • Sicherheit und Vorsorge
  • Haushalt
  • Wohnung
  • Mobilität / Auto
  • Kinder

Die weitere „Budgetplanung“ verlief gleichermaßen simple. Für alle Bereiche des täglichen Lebens, die noch ohne Budget waren (z.B. Lebensmittel) habe ich eine geschätzte Zahl hinterlegt. Diese Schätzungen habe ich im Verlauf der Zeit angepasst und nun ein ziemlich exaktes Monatsbudget.

Haushaltsbuch – analog oder digital?

Wie heißt es so schön – „alles kann, nichts muss sein“ 😉 . Wer das haptische Erlebnis braucht, sollte sich ein A5 Heft mit Karopapier kaufen und alle Ausgaben eintragen. Am Monatsende glüht dann allerdings der Taschenrechner oder die gute alte Rechenmaschine, da die Ausgaben addiert werden wollen … persönlich bevorzuge ich daher die digitale Variante!

Girokonto mit Haushaltsbuch

Doch genug der Vorrede … ab hier geht’s nur noch ums online Girokonto Haushaltsbuch.

Der Finanzplaner-Service muss zunächst vom Kunden aktiviert und die notwendigen Disclaimer akzeptiert werden. Dann kann es auch schon losgehen. Zunächst empfehle ich die monatlichen Abbuchungen und Daueraufträge durchzugehen und mittels der hinterlegten Kategorien in die jeweilige „Budget-Schubladen“ zu sortieren.

Die Kategorien sind 2 stufig angelegt. Zu jeder Hauptkategorie gibt es mehrere Subkategorien. So untergliedert sich z.B. der Bereich Kinder in Ausbildung, Freizeitgestaltung, Kinderbekleidung, Kindergarten & Betreuung, etc. Hat man dies einmal erfolgreich gemacht, merkt sich die Software diese Kategorie bei der nächsten Abbuchung. Voraussetzung ist jedoch, dass die Software verlässliche Ankerpunkte erkennt. Beispielsweise wird bei mir die Abbuchung der monatlichen E-Bay Gebühren automatisch zugeordnet.

Alle übrigen Buchungen müssen jeweils manuell zugeordnet werden. Dies geschieht jedoch mittels zweier Mausklicks und ist damit nicht wirklich zeitaufwendig. Wenn man möchte kann man zu einzelnen Buchungen auch noch Kommentare hinterlegen. Sollen einzelne Buchungen nicht berücksichtigt werden, ist dies natürlich auch möglich. Einfach mittels Mausklick die gewünschte neutrale Zuordnung auswählen (z.B. Umbuchung zw. Konten) und schon wird diese Zahlung bei der Auswertung nicht mehr berücksichtigt.

Wer sich nun fragt, wie er seine ganzen Lebensmitteleinkäufe ins Haushaltsbuch bekommt, dem sei gesagt einfach mit EC-Karte zahlen. Pro Einkauf gibt’s eine Buchung auf dem Girokonto, die sich entsprechend zuordnen lässt. Wer viel mit Karte zahlt spart sich zudem das (lästige) Handling mit dem Kleingeld ;-). Sollten sich Barzahlungen nicht vermeiden lassen, so kann man natürlich auch die Bargeldabhebung entsprechend haushaltsbuchtechnisch kategorisieren.

Auswertungsmöglichkeiten bekommt man natürlich auch an die Hand. Zunächst sei hier das einfache Balkendiagramm auf dem Eingangsbildschirm genannt. Hier sieht man auf den ersten Blick, ob sich die monatlichen Einnahmen und Ausgaben noch die Waage halten oder ob am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig ist.
Einen detaillierten Überblick erhält man über den Reiter Auswertungen. Hier kann man sich nach Herzenslust statistisch austoben und nach Einnahmen, Ausgaben, Kategorien, Monaten und sogar nach einzelnen Händler filtern.

digitales Haushaltsbuch 02

Fazit

Wer auf dem Weg in die Finanzielle Freiheit ist, sollte seinen monatlichen Einnahmen und Ausgaben im Blick haben. Hierzu hat sich seit Generationen das Haushaltsbuch bewährt. Mit dem von Consors bereitgestellten Service kann man solch ein Haushaltsbuch mit wenigen Mausklicks einrichten und führen – aus meiner Sicht eine schicke Sache. Wer noch kein Haushaltsbuch führt und auf der Such nach einem guten und kostenlosen Girokonto ist, sollte sich auf jeden Fall mal das (oben verlinkte) Demokonto anschauen.

Führt Ihr ein Haushaltsbuch und wenn ja wie?

© 2015, Anton @ finanzielle-freiheit-passives-einkommen.eu All rights reserved.

Foto: © www.consorsbank.de

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2 Comments

  1. Dominik Brandlberger 27. Oktober 2017
    • Geldsack Geldsack 11. Dezember 2017

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