Die Macht der alltäglichen Gewohnheiten

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, denn sein ganzes Leben wird durch eine Vielzahl von mehr oder weniger lieb gewonnenen Gewohnheiten geprägt / bestimmt. Eine Gewohnheit ist dabei ein standardisiertes Verhalten, welches unter gleichartigen Umständen jedes Mal exakt gleich wiederholt wird.

Ottos Gewohnheiten

Schauen wir uns mal den Tagesablauf des vielzitierten „Otto Normalos“ an. Mein Otto steht Montag bis Freitag jeweils um 6:30 Uhr auf. Vorher hat er noch 3x die berühmte „Snooze-Taste“ am Wecker betätigt. Dann erstmal ab ins Bad … anschließend noch schnell in Schale werfen und dann aber hurtig ab zum Bus. Zwischendrin wird am Kiosk noch ein Kaffee und ein Brötchen „ToGo“ gekauft. Um 8 Uhr beginnt der Arbeitstag, klassischerweise mit PC starten und E-Mails checken. Zum Mittagessen geht es jeden Tag pünktlich um 12:30 Uhr mit den Kollegen in die Betriebskantine. Um 17:00 Uhr wird pünktlich der Feierabend eingeleitet – ab zum Bus und wieder nach Hause gefahren. Dann einen Happen essen und ab auf die Couch – Netflixen, Playstation spielen etc. Jeden Mittwoch geht’s zur Abwechslung zum Sport. Aber auch an diesem Tag ist um 23.00 Uhr großer Zapfenstreich. Wie Ottos Wochenendgestaltung aussehen könnte, darf sich jeder selber vorstellen.

Gute und schlechte Gewohnheiten

Auch die lieben Gewohnheiten lassen sich in gut und schlecht / richtig und falsch / schwarz und weiß einteilen. Wobei die jeweilige Einteilung natürlich immer subjektiv durch den jeweiligen Betrachter erfolgt. Otto findet seine Gewohnheiten natürlich toll und möchte daran eigentlich nicht verändern. Doch fragen wir mal Ottos Mutter. Das der Junge fast jeden Abend auf der Couch verbringt ist aus ihrer Sicht eine schlechte Gewohnheit. Stattdessen sollte er lieber häufiger seine Mutter besuchen und ihr die schweren Getränkekisten in den 5. Stock tragen ;-).

Gewohnheiten und Finanzielle Freiheit

Doch was hat das Thema Gewohnheiten nun mit der Finanziellen Freiheit zu tun? Eine ganze Menge – denn sie können das Ziel der Finanziellen Freiheit sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Schauen wir uns mal rein mit der Finanziellen-Freiheit-Brille Ottos Gewohnheiten an:

Positive Gewohnheiten:

  • Otto ist nahezu jeden Abend zu Hause. Somit gibt er kaum Geld für Restaurantbesuche oder sonstiges „Entertainment“ aus.
  • Sein Fitnessstudio ist eines von günstigen „McGeiz“ Studios. Otto zahlt daher nur für die Gerätenutzung und nicht für das „ganze Drum und Dran“.

Negative Gewohnheiten:

  • Otto frühstückt jeden Tag außer Haus. Selber machen wäre auf jeden Fall günstiger.
  • Otto fährt jeden Tag mit dem Bus zur Arbeit. Mit dem Rad fahren wäre er natürlich wesentlich günstiger unterwegs und würde zusätzlich zur körperlichen Fitness beitragen.

Meine neuen positiven Gewohnheiten:

Nach dem ich mir das Thema Angewohnheiten nochmal so bewusst vor Augen geführt habe, versuche ich ein paar dieser Gewohnheiten zu ändern bzw. die folgenden 3 Gewohnheiten neu zu etablieren.

  • Jedes Mal, wenn ich mich im Online Banking anmelde, wird der Saldo des Girokontos auf den vollen 10er Betrag glattgestellt. Bei einem Kontostand von z.B. 2.374,37 Euro überweise ich 4,37 Euro aufs Tagesgeldkonto.
  • Auch im Haushalt von Familie Geldsack ist bares Geld in Form von nicht mehr benutzten/ benötigten Sachen zu finden. Daher bin ich nun schon seit 4 Wochen dabei jeden Freitag mindestens eine dieser Sachen bei e-Bay /e-Bay Kleinanzeigen einzustellen.
  • Zum Thema Fitness habe ich mir auch einen kleinen Schritt überlegt. Nach dem firmeninternen Umzug Ende März befindet sich mein Büro jetzt im 5. Stock. Seit 3 Wochen laufe ich jeden Morgen die Treppen nach oben und nehme nicht den Aufzug.

Fazit:

Ein jeder, der auf dem Weg zur Finanziellen Freiheit ist, sollte sich die Zeit nehmen und seine Alltagsgewohnheiten überprüfen und diese ähnlich wie Otto in „förderliche“ und „weniger förderliche“ Gewohnheiten einteilen. In einem zweiten Arbeitsschritt gilt es anschließend zu überlegen, welche positiven Angewohnheiten (z.B. monatliches Sparen) möchte ich verstärken oder gar neu zu etablieren und welche negativen Gewohnheiten möchte ich zukünftig zurückfahren oder gar ganz einstellen. Dabei sollte man natürlich mit Augenmaß vorgehen und sich selbst nicht zu sehr geißeln.

Welche positiven / negativen Gewohnheiten habt ihr und welche wollt ihr ggf. ändern?

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One Response

  1. Der Finanzfisch 14. Mai 2017

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