Blogparade – Mein passives Einkommen

Jan von smart-reich-werden.de hat zum Thema „passives Einkommen“ zur Blogparade aufgerufen. Da „muss“ ich natürlich mitmachen …

Was ist das Besondere am passiven Einkommen?

Zu den Grundlagen des passiven Einkommens hatte ich vor längerer Zeit bereits einen Artikel geschrieben. Warum denn nun schon wieder – würde meine Tochter jetzt fragen? Ganz einfach, weil man das Besondere am passiven Einkommen immer wieder hervorheben muss! Ich verdiene mein Geld im Schlaf! Wer möchte dies nicht gerne von sich behaupten?! Dank passivem Einkommen ist das grundsätzlich für jeden möglich. Passives Einkommen ist wie die staatliche Rente. Meine Oma freute sich jeden Morgen, dass sie schon wieder über Nacht „ein paar Mark“ verdient hatte.

Mein passives Einkommen …

stammt aktuell zum größten Teil aus meinem Anleihen & ETF-Depot. Die Verzinsung des investierten Kapitals beträgt aktuell rund 5 Prozent. Dank der übers Jahr verteilten Zins- und Dividendenzahlungen könnte ich zurzeit rund 50 Prozent der laufenden Kosten aus meinem passiven Einkommen bestreiten. Zur Zielerreichung fehlen somit „nur“ noch 50 Prozent. 😉

Passives Einkommen aus Geldanlagen kann grundsätzlich jeder erzielen, der etwas Geld auf der hohen Kante liegen hat. Doch was braucht es (in Anlehnung an Jan’s Blogbeitrag) neben dem „Sparsinn“ noch?

Arbeitseinsatz: Wer ein breit diversifiziertes Depot mit Einzeltiteln besitz muss sicherlich pro Woche ein paar Stunden Zeit in die Depotpflege (Recherche, Überwachung, Neuanlage) investieren. Wer hierbei jedoch konsequent auf ETF’s setzt und damit wirklich „passiv“ investiert wird mit ein paar Stunden pro Quartal auskommen (Wiederanlage, Rebalancing)

Skalierbarkeit: das erzielbare Einkommen ist zu 100 Prozent skalierbar. Je mehr Geldvermögen ich investiere, umso mehr Zins- und Dividendenerträge kann ich erzielen. Allerdings will das zu investierende Kapital zunächst (anderweitig) verdient und versteuert werden.

Sicherheit: Die Zahlungen sind je nach gewählter Anlageform zu 100 Prozent sicher (Festgeld) oder entsprechend spekulativ (Anleihen aus Schwellenländern). Am Ende kommt es hierbei auf eine gute Diversifikation aus Laufzeit, Schuldner und Währung an.

Der Vollständigkeit halber sei noch ein geerbtes Stück Acker erwähnt. Der Acker ist an eine große Agrargenossenschaft verpachtet. Einmal jährlich „klingelt“ die Kasse. Acker und Weideland zu verpachten kann eine lohnende Sache sein. Das erzielbare Pachteinkommen ist jedoch abhängig von der Lage des Grundstücks, der Bodenqualität und natürlich dem (Konkurrenz)Angebot an Pachtflächen. Hinzu kommt das die Preise für Ackerland in Deutschland und in Europa in den letzten Jahren kräftig gestiegen sind – was sich natürlich negativ auf die erzielbare Rendite auswirkt.

Mein sonstiges passives Einkommen …

Beschränken sich momentan auf 2 Bereiche Stockfotos und Verkäufe über Amazon.

Den Stockfoto-Bereich habe ich in diesem Jahr eher Stiefmütterlich behandelt – sprich nicht wirklich neue Bilder eingestellt. Mit Familie ist die Zeit halt dann doch manchmal knapp 😉 Mit dem richtigen Portfolio kann man aber gut davon leben, wie Deutschlands bekanntester Stockfotograf Robert Kneschke zeigt.

Arbeitseinsatz: Wer ein entsprechend großes Portfolio im mittleren 4-stelligen Bereich aufbauen möchte, muss einiges an „Blut, Schweiß und Tränen“ investieren. Je nach Können und Agentur liegen die Annahmequoten ober- bzw. unterhalb der 50 Prozentmarke der eingereichten Fotos. Um von Null auf 1.200 Fotos zu kommen, muss man bei einer unterstellten Annahmequote von 50 Prozent im Monat 200 Fotos schießen, nachbearbeiten, verschlagworten und diese auf den relevanten Agenturseiten hochladen.

Skalierbarkeit: auch hier ist das erzielbare Einkommen nahezu vollständig skalierbar. Je mehr Bilder ihr im Portfolio habt, desto größer sind eure Einnahmen. Wobei es hierbei jedoch nicht nur auf die reine Quantität sondern auch auf die Qualität der Aufnahmen ankommt.

Sicherheit: Die Zahlungen sind sehr stark von Art und Anzahl der angebotenen Bilder abhängig. Eine erste Überprüfung auf Verkaufbarkeit erfolgt durch die jeweilige Bildagentur. Doch selbst das ist kein Verkaufsgarant, denn ihr produziert die Bilder quasi auf Vorrat und müsst entsprechend den Geschmack der Käufer treffen. Des Weiteren herrscht auf diesem Markt entsprechend große Konkurrenz.

Die Verkäufe über Amazon laufen zurzeit recht gut. Es wird Herbst, da lesen die Leute wieder mehr ;-). Wer auf Amazon Geld verdienen möchte braucht vor allem eins: günstige Bezugsquellen für Ware!

Arbeitseinsatz: Die Recherche möglicher Bezugsquellen kostet gerade am Anfang recht viel Zeit. Hat man diese erst einmal gefunden, muss man diese regelmäßig abklappern und nach neuen Kassenschlagern Ausschau halten. Dies kann jedoch auch schnell in einen Vollzeitjob ausarten. Da wir jedoch ein passives Einkommen anstreben, ist es notwendig so viele Aktivitäten wie möglich und finanziell vertretbar auszulagern. Aus diesem Grund verpackt und versende Amazon meine einzelnen Bestellungen für mich. Das man dieses Geschäft auch vollständig passivieren kann zeigt. Bryan Young. Er hat selbst die Beschaffung der Bücher auf Honorarbasis ausgelagert.

Skalierbarkeit: auch hier ist das erzielbare Einkommen nahezu vollständig skalierbar. Je mehr Produkte ihr im Angebot habt, desto größer sind eure Einnahmen. Aber auch hier kommt es nicht nur auf die reine Quantität sondern auch auf die Qualität / Aktualität der Produkte an.

Sicherheit: Die Zahlungen sind sehr stark von Art und Anzahl der angebotenen Produkte abhängig. Wichtig ist es, das Interesse der Kunden zu treffen. Denn was nutzt euch die schönsten antiquarischen Bücher, wenn diese kaum einer kauft. Mit dem Verkaufsrang sowie den Artikelbewertungen habt ihr jedoch die richtigen Verkaufsindikatoren an der Hand.

Fazit:

Wer finanziell frei sein und aus dem Hamsterrad des täglichen Arbeitslebens aussteigen will braucht passives Einkommen. Eine Möglichkeit sind Finanzanlagen. Hierfür braucht es jedoch ein ordentliches Vermögen. Wer z.B. jährlich Ausgaben in Höhe von 50.000 Euro hat benötigt hierfür vor Steuern Zins- bzw. Dividendeneinkünfte von rund 66.000 Euro. Bei einer unterstellten Verzinsung von 5 Prozent benötigt man somit ein Vermögen von rund 1,3 Mio. Euro. Folglich sollte man auch hier diversifizieren und durch Arbeitseinsatz und Kreativität weitere Einkunftsquelle (E-Books, Stockfotos, …) aufbauen.

Welche Einkommensquellen habt Ihr am Start / in Planung?

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Foto: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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