Anleihen Nachrichten KW 38

An dieser Stelle werde ich wöchentlich die relevanten Neuigkeiten / Nachrichten zu Anleihen aus meinem Depot zusammenfassen.

Venezuela

Ratingagenturen hängen ja manchmal ein bischen hinterher mit ihren Einstufungen. Standard & Poor’s hat jetzt reagiert und das Rating auf CCC+ gesenkt und mit einem negativen Ausblick versehen. Venezela ist damit nur noch eine Stufe besser dran als die Urkaine. Hauptgrund für die Bewertungsänderung sind die schwindenen Dollarreserven des Landes. Moody’s Investors hatte Venezuela bereits im Dezember 2013 auf Caa1 gesetzt. Damit sind die Bewertungen der beiden Agenturen wieder auf einer Linie.

Trotz dieser Herabstufung sieht die Deutsche Bank keine unmittelbare Default-Gefahr…

IamGold

Iamgold wird innerhalb der nächsten sechs Monate ihre Niobec-Mine verkaufen Und das, obwohl das Unternehmen die Niob-Mine durchaus erfolgreich betreibt. Wie CEO der Gesellschaft in Denver ausführte, betreibt Iamgold Niobec aber mittlerweile bereits seit 30 Jahren, sodass die Untertagemine nun nur noch eine Lebensdauer von acht Jahren habe. Das Minenleben zu verlängern, würde aber 750 Mio. Dollar kosten, während ein Verkauf dem Unternehmen geschätzte 500 Mio. Dollar nach Steuern einbringen würde.

Aareal Bank

Die Bank möchte einen sogenannten CoCo-Bond, bei Investoren platzieren. Mit dem so hereingeholten Geld soll die stille Einlage des SoFFin in Höhe von 300 Millionen Euro getilgt werden. Die Präsentationen der Hybrid-Anleihe sollen laut dem Wirtschaftsblatt heute beginnen. Auf die Einlage zahlte der Immobilienfinanzierer dem Staat zuletzt 11,5 Prozent Zinsen pro Jahr. Schauen wir mal, wann die Kündigung meines geliebten 7 Prozenters (778998) erfolgt. Die Kündigungsfrist beträgt 30 Tage zum Quartalsende.

Erste Bank

Ungarische Medien spekulieren darüber, dass der ungarische Staat der Ersten Bank ihre probblembehaftetet ungarische Tochtergesellschaft abkaufen könnte. Der ungarische Staat hatte im Sommer bereits der BayernLB ihre Problemtochter MKB abgekauft. Als Anleihenhalter soll mir das nur recht sein, da die ungarische Tochtergesellschaft neben der rumänischen Tochter massiv zum erwarteten Nettoverlust in Höhe von 1,4 Mrd. EUR in diesem Jahr beitragen wird.

Foto: © Christian Pohl / pixelio.de

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