Anleihen Nachrichten KW 25/2015

An dieser Stelle gibt es wöchentlich die relevanten Neuigkeiten / Nachrichten zu Anleihen aus meinem Depot.

Allgemein

Die Renditen der europäischen Staatsanleihen sind in den vergangenen 2 Wochen getiegen. Hierdurch kam es insbesondere im Bereich der 10 jährigen Anleihen zu einem entsprechenden Kursrückgang (Warum das so ist könnt ihr unter dem Stichwort Zinsänderungsrisiko nachlesen). Gründe für den Renditeanstieg gibt es viele. Die verbesserten Konjunkturaussichten sowie die gestiegene Teuerungsrate sind laut einem Bericht der NZZ die wesentlichen Gründe. Die Bankennachränge ohne feste Laufzeit zeigen sich hiervon momemtan noch unbeeindruckt. Umso stärker hat es beispielsweise die 10 jährige T2 Anleihe der Ersten Bank (EB0ES2) erwischt. Diese notierte im April 2015 noch über 98 Prozent, so sind es derzeit noch knapp 90 Prozent. Ein Renditeansteig von einem Prozentpunkt. Rund 40 Prozent der in meinem Depot befindlichen Anleihen werden in den nächsten 10 Jahren fällig. Rund 35 Prozent der Anleihen haben keine feste Laufzeit – gehe dennoch davon aus, dass diese innerhalb der nächsten 10 Jahre gekündigt werden. Die (ultra) Langläufer machen nur rund 6 Prozent des Depots aus. Somit blicke ich der (evtl.) kommenden Zinswende ruhig entgegen. Meine rund 10 Prozent Cash werde ich zu gegebener Zeit zu Nachkäufen nutzen.

IKB

Die IKB hat ihren Geschäftsbericht 2014/15 veröffentlicht. Unter Strich verbleibt ein Gewinn von 5 Mio. Euro. Damit dürfte die Rückzahlung meiner IKB Anleihe (A0EUEC) im Januer 2016 nahezu sicher sein. Die Brief-Kurse standen am Donnerstag über 97 Prozent, die Netto-Rendite beträgt lt. Börse Stuttgart damit noch etwas mehr als 3 Prozent.

Heta

Wow, die Bilanz für 2014 liegt vor und ja, sie ist richtig schlecht ausgefallen. Der Abwicklungsanstalt fehlen schlappe 7 Milliarden Euro zur Deckung ihrer Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten von 16,6 Milliarden Euro steht nur ein Vermögen in Höhe von 9,6 Milliarden Euro gegenüber. Um hier wieder einen Gleichstand herzustellen, müsste man rein rechnerisch die Verbindlichkeiten pauschal um rund 40 Prozent abwerten. Bei den mit einer Landsbürgschaft versehenen Anleihen müsste für diese Lücke das Land Kärnten einstehen … Die deutschen Landesbanken haben zumindest in dieser Woche ihre Klageschriften beim Landgericht in Frankfurt eingereicht und fordern von der Heta die Rückzahlung von 218 Mio. Euro.

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Foto: © Christian Pohl / pixelio.de

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