Amazon Sellercentral Tipps & Tricks – Teil 2

Im heutigen Beitrag aus der Reihe Tipps und Tricks zum Amazon Sellercentral Backend geht es um das Thema Kundenrücksendung.

Anders als bei eBay kann der Private Verkäufer das im Versandhandel bestehende Rückgaberecht des Kunden nicht (wirklich) ausschließen.

Werden die Sendungen vom Verkäufer selber verschickt, besteht mindestens ein 14tägies Rückgaberecht des Kunden. Sofern die Sendungen via Amazon FBA verschickt werden, gilt die „30tägige Amazon Rückgabegarantie“. Dafür kümmert sich Amazon aber auch vollumfänglich um die Abwicklung der Kundenrückgabe.

SELLERCENTRAL TIPP 1

Speichert euch die E-Mails vom Amazon Verkäufer Support mit dem Betreff „Gutschrift veranlasst …“ in einem separaten Ordner in eurem E-Mail Postfach.

Amazon erteilt dem FBA Kunden sofort eine Gutschrift, ohne auf den Eingang der Rücksendung zu warten. Euer Verkäuferkonto wird entsprechend sofort belastet – sprich der Verkauf wird storniert. Sofern der FBA Kunde die Ware nach 45 Tage immer noch nicht an Amazon zurückgeschickt hat, erhaltet ihr von Amazon eine Gutschrift (es erfolgt quasi ein Storno vom Storno 😉 ).

In meinem E-Mail Postfach habe ich mir daher einen gesonderten Ordner sowie eine Filterregel für diese speziellen E-Mails eingerichtet. Somit habe ich meine Rücksendungen stets im Blick.

SELLERCENTRAL TIPP 2

Schaut euch den Rücksendegrund an.

Im Sellercentral Backend habt ihr die Möglichkeit euch den vom Kunden angegebenen Rücksendegrund anzuschauen.

Hierzu logt ihr euch zunächst im Sellercentral ein. Anschließend ruft ihr via BERICHTE / Versand durch Amazon / Warenrücksendungen die Rücksendungen der letzten 30 Tage auf. In der Spalte „Grund der Rücksendung“ wird euch selbiger angezeigt.

Hier könnt ihr sehen, ob z.B. nur „der falsche Artikel bestellt“ wurde oder ob der Artikel ggf. ein verdecktes Qualitätsproblem hat z.B. die dem Buch beigefügte DVD nicht funktioniert etc.

SELLERCENTRAL TIPP 3

Prüft, ob ihr von Amazon eine Erstattung für Artikel erhalten habt, die vom Kunden nicht innerhalb von 45 Tage nach Gutschriftserteilung an Amazon zurückgeschickt wurden.

Wer meinen ersten Tipp befolgt hat 😉 sollte sich einmal im Monat (bei mir am Monatsende) hinsetzen und an Hand der Amazon „Gutschriften-E-Mails“ prüfen, ob tatsächlich eine Rücksendung der Ware erfolgt ist (siehe Tipp 2). Wer die E-Mails nicht aufbewahrt hat, kann via BERICHTE / Zahlungen im Reiter Transaktionsansicht nach den „Erstattungen“ der letzten 30 Tage filtern. Diese Informationen lassen sich auch als „TXT-Datei“ zur weiteren Verarbeitung z.B. in Excel herunterladen.

Sofern eine Rücksendung bisher nicht erfolgt ist, prüft ihr im nächste Schritt, ob ihr hierfür von Amazon bereits eine Erstattung erhalten habt. Hierzu ruft ihr via BERICHTE / Versand durch Amazon / Zahlungen / Erstattungen die Erstattungen (sprich Gutschriften an euch) der letzten 30 Tage auf. Diese Übersicht könnt ihr auch als „CSV-Datei“ herunterladen und in Excel einspielen. Mittels der Formel SVERWEIS lässt sich so die Prüfung bei einem Umfangreichen Warenbestand recht einfach automatisieren.

Sollte noch keine Erstattung / Gutschrift erfolgt sein, dann einfach den Seller Support kontaktieren und nett und freundlich 😉 um Prüfung des Sachverhalts bitten. In aller Regel sollte daraufhin die Erstattung / Gutschrift kurzfristig erfolgen.

SELLERCENTRAL TIPP 4

Lasst euch -zumindest in Einzelfällen- vom Kunden zurückgesandte Artikel zur Überprüfung zuschicken.

Sobald die Kundenrücksendung im FBA Lagerhaus eintrifft, wird die erneute Verkaufbarkeit des Artikels von einem Amazon Mitarbeiter geprüft. Ist der Artikel noch verkaufbar, wird er dem Verkaufsbestand zugebucht. Andernfalls wird der Artikel auf den Staus „inaktiv – nicht verkaufbar“ gesetzt. Letzteres gilt auch, wenn der Kunde den Artikel als „defekt“ zurückgeschickt hat.

Dann müsst ihr wohl oder übel den Artikel zur weiteren Prüfung an euch schicken lassen. Dieser sogenannte Remissionsauftrag kostet euch pro Artikel 0,25 Cent. In der Lagerbestandsübersicht einfach die jeweiligen Artikel auswählen und unter dem Button „Aktion für ausgewählte“ Artikel „Remissionsauftrag erstellen“ auswählen.

Sofern die Artikel nach eurer eingehenden Prüfung doch noch okay sind, könnt ihr sie einfach mit der nächsten FBA-Sammelsendung an Amazon zurückschicken. Ggf. solltet ihr eine Herabstufung der „Qualität“ vornehmen und z.B. ein „NEUES“ aber nicht mehr original verschweißtes Handy einfach als „NEUWERTIG“ verkaufen. Sofern die Artikel so nicht mehr verkaufbar sind (Artikel ist wirklich defekt, Kunde hat den Artikel beschädigt), habt ihr mehrere Möglichkeiten:

  1. Schluckt die Kröte und macht weiter,
  2. Kunde hat Artikel beschädigt: Kontaktiere den Seller Support und versuche mit geeigneten Nachweisen eine (Teil)Entschädigung von Amazon zu erhalten,
  3. Artikel ist wirklich defekt: Versucht den Artikel wiederum selber bei eurem Händler zu reklamieren,
  4. Verkauft der Artikel bei eBay mit der Kennzeichnung „defekt“ (lässt sich auch mit Nr. 2 und 3 kombinieren 😉 ).

Soweit für heute mit den Amazon Sellercentral Tipps & Tricks. Welche Tipps & Tricks habt Ihr noch auf Lager? Ich freue mich auf diesbezügliche Kommentare!

© 2016, Anton @ finanzielle-freiheit-passives-einkommen.eu All rights reserved.

 

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2 Comments

  1. Andreas 11. November 2016
    • Geldsack Geldsack 15. November 2016

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